Gleisbau wie beim Vorbild
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TTfiligran® in der Presse

Modell des Jahres 2009

urkunde-ttfiligran-2009-klBei der Umfrage zur Wahl zum "Modell des Jahres 2009" wurde das Gleissystem "TTfiligran" in der Kategorie 5 (Bestes Kleinhersteller-Modell) zum Modell des Jahres gewählt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei den Lesern des "TT-Kuriers" bedanken.
Es erfüllt uns mit Freude, da wir so wiederum einmal mehr bestätigt bekommen haben, dass wir auf einem sehr guten und erfolgreichen Weg sind.

Modellbahn Illustrierte - Ausgabe 11/12 2008

 

"Die Gleismacher"

Sie dachten bisher, Gleise sind Nebensache? Tja, wenn es nach den drei Herren der frisch gegründeten Firma "TTfiligran" ginge, würde sich Ihr Weltbild grundlegend ändern. Doch auch eine Nummer kleiner kann Gleisgeometrie spannend und nutzbringend sein - für TT-Bahner natürlich, aber durchaus auch für alle anderen.

gleismacherDie größte Überraschung der diesjährigen TT-Tage war ausnahmsweise keine Lok, sondern ein neues Gleissystem. Dass es das geben würde, hatte sich vorher in der sonst so kommunikationsfreudigen TT-Gemeinde nicht herumgesprochen. Es wäre gewiss ein interessantes Thema gewesen, wird doch schon eine Weile über ein Alternativ-System zu Tillig spekuliert.

Die Ecke, aus der es nun kam, war eine gänzlich neue. Volker Eitel, Thomas Meinhold und Sven König heißen die Herren, die sich zu "TTfiligran" zusammengetan haben, um der TT-Bahnerschaft ein vorbildgerechtes Gleis- und Weichensystem anzudienen. Sie legen Wert auf die Feststellung: "Wir wollen herkömmliches Material, das natürlich vorrangig von Tillig kommt, nicht niedermachen. Es hat und behält seine Daseinsberechtigung für alle, die auf diesem Gebiet keine übermäßig hohen Ansprüche stellen."

Sie selbst aber haben diese hohen bis allerhöchsten Ansprüche. Allen voran Volker Eitel (42), der schon als Steppke vom Anblick einer Weiche fasziniert war. Sein erstes Aha-Erlebnis hatte er mit elf Jahren auf dem Bahnhof seiner Heimatstadt Quedlinburg: "Ich habe festgestellt, dass eine Lok komplett auf eine Weiche passt, was bei mir zu Hause auf der Anlage nicht der Fall war. Das lies mir keine Ruhe, und ich besorgte mir in der Bibliothek ein Weichenhandbuch."

Wenn solch ein Stachel erst einmal sitzt, lässt er sich nicht mehr entfernen, behauptet Eitel. Bereits mit 13 Jahren konstruierte er eigene Weichen, die er stetig weiterentwickelte. Als es nach der Schule ans Studieren ging, wählte er als Fach Bauingenieurswesen für den Eisenbahnbau. Steckenpferd und Beruf wurden für ihn eins.

Das zweite Aha
flexgleisAuch Frust blieb zuweilen nicht aus. Voller Begeisterung baute Volker Eitel den Bahnhof "Edle Krone", eine Steilrampe bei Dresden, nach. Jedoch: "Das Tal sah nicht wie eine Bergstrecke, sondern mehr nach einer Hochgeschwindigkeitstrasse aus. Der tolle Eindruck des Originals war völlig weg." Eitel hatte die Rampe kompromisslos, also noch mit unverkürzten Weichen nachgebaut. Für ein, zwei Jahre lähmte ihn dieser Misserfolg. Dann geriet er zufällig an eine Abhandlung über die "Optische Wahrnehmung im Modell", die zum zweiten großen Aha-Erlebnis führte. Ein gewisser Professor Kurz hatte herausgefunden, dass man linienförmige Bauwerke verkürzen müsse, um den Eindruck des Originals im Modell glaubwürdig darzustellen.

So begann Eitel also mit verschiedenen Verkürzungen zu experimentieren, bis er glaubte, das optimale Maß gefunden zu haben: "Zwei Drittel, das ist es! Es sieht elegant aus und ist eine einfache Formel. Nehmen wir beispielsweise den Tangens der Allerweltsweiche 190-1:9. Auf zwei Drittel verkürzt, wird er zu 1:6. Wir haben wieder eine glatte Zahl."

Eine solche Formel klingt noch harmlos, aber hier steigt mancher Modellbahner inhaltlich bereits aus, so die Erfahrung von Volker Eitel. Doch zur Lebensaufgabe, so wie er, müsse man sich Gleisgeometrie nicht machen. "Für alle, die sich dafür interessieren, haben wir Basisinformationen auf unserer Homepage zusammengestellt. Wer sich die in Ruhe zu Gemüte geführt hat, ist einen ganzen Schritt weiter und kann Fragen stellen, die wir gern beantworten."

Wer sich von Volker Eitels Ideen nicht abschrecken ließ, war Thomas Meinhold (39). Im Gegenteil, der Plauener Webdesigner traf Eitel in einem Diskussionsforum des TT-Boardes im Internet und bald darauf auch persönlich. Er gehörte selbst längst zu der Kategorie der Modellbahner, die sich nicht ganz vorbildhaften Aussehen gängiger Großserienprodukte störte und kaum einen Aufwand scheute, um ein echtes Abbild vom Original zu erschaffen. Dabei machte er selbst vor dem Umbau der Lok-Spurkränze keinen Halt.

Damit die beiden Enthusiasten mit ihren Plänen auf dem Teppich bleiben, mussten sie auf Sven König (42) treffen. Der Marketing-Fachmann und Projektentwickler bei der Deutschen Bahn ist ebenfalls passionierter Modellbahner seit frühester Kindheit, kann aber, wenn es ums Geschäft geht, ausgesprochen ökonomisch denken. Meinhold hatte auf der Basis seiner und Eitels Gleis- und Weichenerfahrungen eine Webseite gestaltet, die König zum Anlass nahm, mal vorsichtig anzufragen: "Könntet Ihr Euch vorstellen, so etwas größer aufzuziehen, Eure Entwicklungen einem breiteren Markt zugänglich zu machen und - wenn es sich gar nicht vermeiden lässt - damit auch Geld zu verdienen?"

Die drei wurden sich schnell einig, sogar darin, NEM-gerecht zu bleiben, damit eben niemand seinen ganzen Fuhrpark umbauen muss. Innerhalb weniger Monate stellten sie eine Firma mit einem klaren Konzept aber offenen Detailzielen auf die Beine. Sven König: "Wir haben in der Spurweite TT ein Gleissystem entwickelt, welches die Vorbildvorgaben zur Weichen- und Gleisgeometrie der Epochen III und IV mit einer mathematisch genau definierten Längenverkürzung auf zwei Drittel wiedergeben wird. So ist es möglich, die geometrischen Zusammenhänge des Vorbildes originalgetreu auf einer Modellbahnanlage darzustellen."

Das Konzept richtet sich an Modellbahner, die zwar den aufwändigen Selbstbau von Gleisen scheuen, jedoch schon immer fanden, die Optik mit herkömmlichem Gleis ließe noch Wünsche offen. Soviel Anspruch hat seinen Preis. Zweieinhalb mal so viel wie für herkömmliches Material muss man einplanen, wenn man TT-filigran-Bahner werden möchte. Für diesen Aufpreis darf man dann auch noch basteln. Das Gleis kommt als Bausatz ins Haus (flexibles Kunststoff-Schwellenband, dazu die fertig gefräste und brünierte Schiene). Der Hersteller verspricht aber, die Montage sei einfach und ohne aufwändiges Werkzeug durchzuführen.

weichenrost profilvergleich
Noch ohne Schiene: Muster der EW 706-1:6 aus Holz (zum Teil ungebeizt). Das Tillig-Gleis (links) ist mit dem von TTfiligran kompatibel.


Ab Anfang Dezember gibt es dann das erste Produkt: den Bausatz Reichsbahnweiche EW 706-1:6 links oder rechts zum Preis von 26,95 Euro. Hierbei handelt es sich um die verkürzte Version der am häufigsten vorkommenden Weichenform EW 190-1:9. Danach geht es sukzessive weiter, ohne dass die Jungunternehmer sich auf Termine und Produkte all zu sehr festlegen lassen wollen: "Zum einen wollen wir nur wirklich Fertiges und Funktionierendes ausliefern, zum anderen entwickelt sich unsere Planung auch im Dialog mit unseren Kunden."

Sicher ist aber, dass neben den verkürzten Varianten auch Komplettbausätze für die gängigsten Weichen für das Profil C60 angeboten werden sollen. Dieses glänzt nicht nur durch gelaserte Echtholz-Schwellenroste, sondern auch durch separate Kleineisen.

ew190-original ew706
Eine EW (Einheitsweiche) 190-1:9 in alter Bauform im Original. Das verkürzte Modell von TTfiligran (706-1:6) mit Schotterbett.


Volker Eitel hat seine helle Freude an einem besonderen Feature, mit denen alle Weichen ausgestattet werden: "Sie haben nachlaufende Zungen. Das heißt, sie bewegen sich nicht gleichzeitig, sondern es bewegt sich erst die ablegende und nimmt dann die anliegende Zunge mit. Schön anzusehen, vorausgesetzt man hat einen Antrieb darunter, der langsam genug läuft."

fraesmaschine schwellenrost-plaste
Fräsmaschine zur Bearbeitung von Weichenzungen, wie sie in der verkürzten Einheitsweiche 706-1:6 eingesetzt werden. Für die Überhöhung im Gleis ist die Schwelle unten abgestuft.


Für die Fahreigenschaften hat ein solches Detail keine wirkliche Bedeutung, minimal justierbare Radlenker oder ein polarisierbares Herzstück können sehr wohl Auswirkungen darauf haben, wie vorbildgerecht und ruckelfrei besonders eine kurze Lok über die Schienen gleitet. Aber ob man jetzt sagt: "Die spinnen doch!" oder "Das ist, was ich immer wollte!" muss jeder für sich entscheiden.

Die Herren Eitel, Meinhold und König jedenfalls haben Riesenspaß an ihrem System. "Es ist doch großartig, das Netzwerk des deutschen Weichensystems originalgetreu umsetzen zu können." Auf ein mögliches Engagement in der Spur H0 angesprochen, sagt Sven König: "In Anbetracht des Bedarfs, den wir bei TT sehen, und unserer Kapazitäten, wäre es völlig unpassend, sich zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Fenster zu lehnen." War ja klar, okay. Frage an Volker Eitel: "Wenn Sie H0-Bahner wären, kämen Sie mit dem, was es zu kaufen gibt, aus?" Ebenfalls klare Antwort: "Es gibt schöne Sachen in H0, aber das trifft nicht auf alles zu. Ich würde mir ganz gewiss was selber bauen."

Gabriele Ruthsatz

Modell des Jahres 2009 Bei der Umfrage zur Wahl zum "Modell des Jahres 2009" wurde das Gleissystem "TTfiligran" in der Kategorie 5 (Bestes Kleinhersteller-Modell) zum Modell des Jahres... mehr erfahren »
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Modell des Jahres 2009

urkunde-ttfiligran-2009-klBei der Umfrage zur Wahl zum "Modell des Jahres 2009" wurde das Gleissystem "TTfiligran" in der Kategorie 5 (Bestes Kleinhersteller-Modell) zum Modell des Jahres gewählt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei den Lesern des "TT-Kuriers" bedanken.
Es erfüllt uns mit Freude, da wir so wiederum einmal mehr bestätigt bekommen haben, dass wir auf einem sehr guten und erfolgreichen Weg sind.

Modellbahn Illustrierte - Ausgabe 11/12 2008

 

"Die Gleismacher"

Sie dachten bisher, Gleise sind Nebensache? Tja, wenn es nach den drei Herren der frisch gegründeten Firma "TTfiligran" ginge, würde sich Ihr Weltbild grundlegend ändern. Doch auch eine Nummer kleiner kann Gleisgeometrie spannend und nutzbringend sein - für TT-Bahner natürlich, aber durchaus auch für alle anderen.

gleismacherDie größte Überraschung der diesjährigen TT-Tage war ausnahmsweise keine Lok, sondern ein neues Gleissystem. Dass es das geben würde, hatte sich vorher in der sonst so kommunikationsfreudigen TT-Gemeinde nicht herumgesprochen. Es wäre gewiss ein interessantes Thema gewesen, wird doch schon eine Weile über ein Alternativ-System zu Tillig spekuliert.

Die Ecke, aus der es nun kam, war eine gänzlich neue. Volker Eitel, Thomas Meinhold und Sven König heißen die Herren, die sich zu "TTfiligran" zusammengetan haben, um der TT-Bahnerschaft ein vorbildgerechtes Gleis- und Weichensystem anzudienen. Sie legen Wert auf die Feststellung: "Wir wollen herkömmliches Material, das natürlich vorrangig von Tillig kommt, nicht niedermachen. Es hat und behält seine Daseinsberechtigung für alle, die auf diesem Gebiet keine übermäßig hohen Ansprüche stellen."

Sie selbst aber haben diese hohen bis allerhöchsten Ansprüche. Allen voran Volker Eitel (42), der schon als Steppke vom Anblick einer Weiche fasziniert war. Sein erstes Aha-Erlebnis hatte er mit elf Jahren auf dem Bahnhof seiner Heimatstadt Quedlinburg: "Ich habe festgestellt, dass eine Lok komplett auf eine Weiche passt, was bei mir zu Hause auf der Anlage nicht der Fall war. Das lies mir keine Ruhe, und ich besorgte mir in der Bibliothek ein Weichenhandbuch."

Wenn solch ein Stachel erst einmal sitzt, lässt er sich nicht mehr entfernen, behauptet Eitel. Bereits mit 13 Jahren konstruierte er eigene Weichen, die er stetig weiterentwickelte. Als es nach der Schule ans Studieren ging, wählte er als Fach Bauingenieurswesen für den Eisenbahnbau. Steckenpferd und Beruf wurden für ihn eins.

Das zweite Aha
flexgleisAuch Frust blieb zuweilen nicht aus. Voller Begeisterung baute Volker Eitel den Bahnhof "Edle Krone", eine Steilrampe bei Dresden, nach. Jedoch: "Das Tal sah nicht wie eine Bergstrecke, sondern mehr nach einer Hochgeschwindigkeitstrasse aus. Der tolle Eindruck des Originals war völlig weg." Eitel hatte die Rampe kompromisslos, also noch mit unverkürzten Weichen nachgebaut. Für ein, zwei Jahre lähmte ihn dieser Misserfolg. Dann geriet er zufällig an eine Abhandlung über die "Optische Wahrnehmung im Modell", die zum zweiten großen Aha-Erlebnis führte. Ein gewisser Professor Kurz hatte herausgefunden, dass man linienförmige Bauwerke verkürzen müsse, um den Eindruck des Originals im Modell glaubwürdig darzustellen.

So begann Eitel also mit verschiedenen Verkürzungen zu experimentieren, bis er glaubte, das optimale Maß gefunden zu haben: "Zwei Drittel, das ist es! Es sieht elegant aus und ist eine einfache Formel. Nehmen wir beispielsweise den Tangens der Allerweltsweiche 190-1:9. Auf zwei Drittel verkürzt, wird er zu 1:6. Wir haben wieder eine glatte Zahl."

Eine solche Formel klingt noch harmlos, aber hier steigt mancher Modellbahner inhaltlich bereits aus, so die Erfahrung von Volker Eitel. Doch zur Lebensaufgabe, so wie er, müsse man sich Gleisgeometrie nicht machen. "Für alle, die sich dafür interessieren, haben wir Basisinformationen auf unserer Homepage zusammengestellt. Wer sich die in Ruhe zu Gemüte geführt hat, ist einen ganzen Schritt weiter und kann Fragen stellen, die wir gern beantworten."

Wer sich von Volker Eitels Ideen nicht abschrecken ließ, war Thomas Meinhold (39). Im Gegenteil, der Plauener Webdesigner traf Eitel in einem Diskussionsforum des TT-Boardes im Internet und bald darauf auch persönlich. Er gehörte selbst längst zu der Kategorie der Modellbahner, die sich nicht ganz vorbildhaften Aussehen gängiger Großserienprodukte störte und kaum einen Aufwand scheute, um ein echtes Abbild vom Original zu erschaffen. Dabei machte er selbst vor dem Umbau der Lok-Spurkränze keinen Halt.

Damit die beiden Enthusiasten mit ihren Plänen auf dem Teppich bleiben, mussten sie auf Sven König (42) treffen. Der Marketing-Fachmann und Projektentwickler bei der Deutschen Bahn ist ebenfalls passionierter Modellbahner seit frühester Kindheit, kann aber, wenn es ums Geschäft geht, ausgesprochen ökonomisch denken. Meinhold hatte auf der Basis seiner und Eitels Gleis- und Weichenerfahrungen eine Webseite gestaltet, die König zum Anlass nahm, mal vorsichtig anzufragen: "Könntet Ihr Euch vorstellen, so etwas größer aufzuziehen, Eure Entwicklungen einem breiteren Markt zugänglich zu machen und - wenn es sich gar nicht vermeiden lässt - damit auch Geld zu verdienen?"

Die drei wurden sich schnell einig, sogar darin, NEM-gerecht zu bleiben, damit eben niemand seinen ganzen Fuhrpark umbauen muss. Innerhalb weniger Monate stellten sie eine Firma mit einem klaren Konzept aber offenen Detailzielen auf die Beine. Sven König: "Wir haben in der Spurweite TT ein Gleissystem entwickelt, welches die Vorbildvorgaben zur Weichen- und Gleisgeometrie der Epochen III und IV mit einer mathematisch genau definierten Längenverkürzung auf zwei Drittel wiedergeben wird. So ist es möglich, die geometrischen Zusammenhänge des Vorbildes originalgetreu auf einer Modellbahnanlage darzustellen."

Das Konzept richtet sich an Modellbahner, die zwar den aufwändigen Selbstbau von Gleisen scheuen, jedoch schon immer fanden, die Optik mit herkömmlichem Gleis ließe noch Wünsche offen. Soviel Anspruch hat seinen Preis. Zweieinhalb mal so viel wie für herkömmliches Material muss man einplanen, wenn man TT-filigran-Bahner werden möchte. Für diesen Aufpreis darf man dann auch noch basteln. Das Gleis kommt als Bausatz ins Haus (flexibles Kunststoff-Schwellenband, dazu die fertig gefräste und brünierte Schiene). Der Hersteller verspricht aber, die Montage sei einfach und ohne aufwändiges Werkzeug durchzuführen.

weichenrost profilvergleich
Noch ohne Schiene: Muster der EW 706-1:6 aus Holz (zum Teil ungebeizt). Das Tillig-Gleis (links) ist mit dem von TTfiligran kompatibel.


Ab Anfang Dezember gibt es dann das erste Produkt: den Bausatz Reichsbahnweiche EW 706-1:6 links oder rechts zum Preis von 26,95 Euro. Hierbei handelt es sich um die verkürzte Version der am häufigsten vorkommenden Weichenform EW 190-1:9. Danach geht es sukzessive weiter, ohne dass die Jungunternehmer sich auf Termine und Produkte all zu sehr festlegen lassen wollen: "Zum einen wollen wir nur wirklich Fertiges und Funktionierendes ausliefern, zum anderen entwickelt sich unsere Planung auch im Dialog mit unseren Kunden."

Sicher ist aber, dass neben den verkürzten Varianten auch Komplettbausätze für die gängigsten Weichen für das Profil C60 angeboten werden sollen. Dieses glänzt nicht nur durch gelaserte Echtholz-Schwellenroste, sondern auch durch separate Kleineisen.

ew190-original ew706
Eine EW (Einheitsweiche) 190-1:9 in alter Bauform im Original. Das verkürzte Modell von TTfiligran (706-1:6) mit Schotterbett.


Volker Eitel hat seine helle Freude an einem besonderen Feature, mit denen alle Weichen ausgestattet werden: "Sie haben nachlaufende Zungen. Das heißt, sie bewegen sich nicht gleichzeitig, sondern es bewegt sich erst die ablegende und nimmt dann die anliegende Zunge mit. Schön anzusehen, vorausgesetzt man hat einen Antrieb darunter, der langsam genug läuft."

fraesmaschine schwellenrost-plaste
Fräsmaschine zur Bearbeitung von Weichenzungen, wie sie in der verkürzten Einheitsweiche 706-1:6 eingesetzt werden. Für die Überhöhung im Gleis ist die Schwelle unten abgestuft.


Für die Fahreigenschaften hat ein solches Detail keine wirkliche Bedeutung, minimal justierbare Radlenker oder ein polarisierbares Herzstück können sehr wohl Auswirkungen darauf haben, wie vorbildgerecht und ruckelfrei besonders eine kurze Lok über die Schienen gleitet. Aber ob man jetzt sagt: "Die spinnen doch!" oder "Das ist, was ich immer wollte!" muss jeder für sich entscheiden.

Die Herren Eitel, Meinhold und König jedenfalls haben Riesenspaß an ihrem System. "Es ist doch großartig, das Netzwerk des deutschen Weichensystems originalgetreu umsetzen zu können." Auf ein mögliches Engagement in der Spur H0 angesprochen, sagt Sven König: "In Anbetracht des Bedarfs, den wir bei TT sehen, und unserer Kapazitäten, wäre es völlig unpassend, sich zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Fenster zu lehnen." War ja klar, okay. Frage an Volker Eitel: "Wenn Sie H0-Bahner wären, kämen Sie mit dem, was es zu kaufen gibt, aus?" Ebenfalls klare Antwort: "Es gibt schöne Sachen in H0, aber das trifft nicht auf alles zu. Ich würde mir ganz gewiss was selber bauen."

Gabriele Ruthsatz

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